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Uniti One – Ein Elektroflitzer der nächsten Generation

Aktualisiert: 22. Apr 2019



Der neue "Uniti One", Quelle: Uniti Sweden AB (publ)

Die wohl bekannteste Möbelmarke der Welt stammt aus Schweden. Ob das in Zukunft auch für Elektrofahrzeuge gilt, wird sich zeigen. Denn die Konkurrenz ist groß! Während viele zuerst an Tesla denken, versucht nun ein Schwede, den Markt aufzumischen. Lewis Horne, Gründer und CEO von Uniti, will sich mit neusten Produktionstechniken, Materialien und der Zusammenarbeit mit den richtigen Unternehmen gegen die Elektroautos der Konkurrenz behaupten.

Aus einem Universitätsprojekt heraus im Jahr 2015 gegründet, will das schwedische Startup Uniti ein elektrisches Stadtauto der nächsten Generation entwickeln. Im Dezember 2017 wurde der Prototyp „Uniti One“ erstmals der Öffentlichkeit präsentiert und hat seither - auch dank intensiver Social-Media Präsenz viele Follower für sich gewinnen können. Innerhalb von wenigen Monaten ist es dem jungen Unternehmen gelungen, durch Crowdfunding und Kooperationen ein Investitionsvolumen von 3,7 Millionen Euro und Vorbestellungen in Höhe von 50 Millionen Euro zu erreichen. Bei einem je nach Ausstattung variierenden Fahrzeugpreis von 15.000 - 20.000 Euro entspricht das voraussichtlich bereits rund 2.500 Fahrzeugen. Um sich zu den Glücklichen zu zählen, die ab der geplanten Auslieferung Ende 2019 möglichst bald ihren neuen Elektroflitzer erhalten, kann man sich für eine Gebühr von 149€ einen Platz in der Warteliste sichern.


Doch was macht den Uniti One besonders? Das Fahrzeug zählt zu den Kleinfahrzeugen und lässt sich von der Größe mit einem Smart vergleichen. Auch wenn die Zukunft einen 4-Sitzer bringen wird, ist vorerst ein 2-Sitzer geplant, in dem man hintereinander sitzt. Mit 450 kg bringt er nur halb so viel auf die Waage wie ein Smart. Das verdankt er seiner Verkleidung aus Karbonfaser und einem Innenraum aus Bioverbundwerkstoffen. Durch seine Bauweise und Technologie schafft es das Uniti Leichtgewicht je nach Ausstattung auf bis zu 300 km Reichweite, beschleunigt von 0 auf 80 in 3,5 Sekunden und erreicht beachtliche 130 km/h Spitzengeschwindigkeit. Damit dominiert man zwar nicht die linke Autobahnspur, doch dafür wurde das Stadtauto auch nicht konzipiert. Dank einer Schnellladefunktion erreicht man einen vollen Akku nach etwas mehr als 3 Stunden. Nach 30 Minuten hat die Batterie bereits genug Energie für 200 km.

Wahrlich innovativ wird es vorallem im Innenraum. Das Auto der nächsten Generation muss von digitaler Seite her einiges bieten, weswegen laut dem Unternehmen die Interaktion mit dem Fahrzeug eher der Nutzung eines Smartphones ähnelt. Die Steuerung und Bedienung erfolgt entweder über ein Lenkrad mit einem integriertem iPad-ähnlichem Touchscreen-Display oder rein über eine Joystick-Variante. Laut Uniti beinhaltet der Flitzer das weltweit größte und interaktive HUD (Head-up-Display), welches alle nötigen Fahrerinformationen und auch Gefahrenhinweise direkt auf die Frontscheibe projiziert. Der Autoschlüssel hat an dieser Stelle ausgedient und wird durch eine SmartCard ersetzt.


Das schlichte und moderne Innenleben des "Uniti One", Quelle: Uniti Sweden AB (publ)

Während sich Uniti einige namhafte Partner wie den Chiphersteller Nvidia oder auch E.on gesichert hat, dürfte vorallem die Kooperation mit dem Technologiegiganten Siemens eine entscheidende Rolle spielen. Das deutsche Unternehmen ist für die Errichtung der vollautomatischen Produktionsstätte im schwedischen Landskrona zuständig. Dank dieser Herstellungsvariante kann Uniti die Kosten drastisch reduzieren und den Kaufpreis niedrig halten, welcher bei Elektrofahrzeugen bislang viele Käufer abgeschreckt hat.

Es bleibt daher nur zu hoffen, dass die Schweden von Elon Musk lernen, der erst vor kurzem den Fehler eingeräumt hat, beim Tesla Model 3 zu sehr auf Automatisierung gesetzt zu haben. Doch Lewis Horne ist zuversichtlich und bringt es in einem Interview auf den Punkt: „Wir haben noch einen langen Weg vor uns [...]aber das Interesse, dass der Markt für unsere Marke zeigt, hilft diesen Prozess zu beschleunigen.“


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