• Chris

Space Tourism – Der Traum vom Schweben

Aktualisiert: 12. Apr 2019


Früher war es der Traum vom Fliegen, heute liegt das Ziel etwas höher! Geht es nach Hollywood, wurde das Weltall bereits vor Jahrzehnten von uns erobert. In der Realität hängen wir aber noch etwas hinterher. Unabhängig von der möglichen Notwendigkeit, eines Tages das Weltall besiedeln zu müssen, haben viele Unternehmen und Business Titanen unserer Zeit das Potential von Weltraumtourismus erkannt. Dabei geht es anfangs noch nicht einmal um die Besiedlung anderer Planeten. Allein das Gefühl, wahre Schwerelosigkeit zu erleben und die Erde einmal aus der Ferne sehen zu können, dürfte vielen Menschen einiges wert sein. Wir wollen einmal einen Blick auf den Stand der Dinge werfen! Wie weit ist die Entwicklung des „Space Tourism“ und wer steckt hinter den vielversprechendsten Projekten?


Das Weltraumflugzeug "VSS Unity" von Virgin Galactic - Quelle: Virgin Galactic

Virgin Galactic

Richard Branson will sich mit seinem privaten Raumfahrtunternehmen Virgin Galactic diesen Geschäftszweig auf keinen Fall entgehen lassen. Erst vor einigen Tagen ist es dem Unternehmen bei einem Testflug gelungen, mit ihrem Weltraumflugzeug „VSS Unity“ eine Höhe von über 52 km mit einer maximalen Geschwindigkeit von Mach 2,47 (knapp 3.050 km/h) zu erreichen. Die ersten 14 Höhenkilometer wurde die Eigenkonstruktion dabei von dem Trägerflugzeug Whiteknight Two transportiert. Kurz nach dem ausklinken setzte dann der Raketenantrieb für 42 Sekunden ein und schoss die VSS Unity in die Höhe. Ziel des Unternehmens ist es, die Kármán-Linie, eine von mehreren Organisationen in 100 km Höhe definierte Grenze zum Weltall, zu erreichen. An der Spitze angekommen, sollen in naher Zukunft Passagiere dann für einige Minuten die Aussicht und Schwerelosigkeit genießen können, bevor das Flugzeug wieder sanft zur Erde gleitet. Nach eigenen Angabe wurden bereits über 700 Tickets zu einem Preis von je 250.000 Dollar verkauft.


Das Trägerflugzeug Whiteknight Two transportiert "Unity" auf eine Höhe von 14 km, Quelle: Virgin Galactic

Blue Origin

Auch wenn Branson gerade die Schlagzeilen dominiert, ist Amazon Gründer Jeff Bezos mit „Blue Origin“als direkter Konkurrent nicht zu unterschätzen. Bereits 2019 sollen auch hier die Ticketverkäufe zu ähnlichen Preisen für das einmalige Erlebnis eines Weltraumflugs beginnen. Im direkten Vergleich setzt Bezos jedoch nicht auf Flugzeuge, sondern bleibt bei dem bisherigen Konzept einer Rakete. Die Passagiere sitzen dabei in einer Kapsel an der Spitze. In Höhe der Kármán-Linie trennt sich diese von dem Rest der Rakete und gleitet wiederum für ein paar Minuten durchs All, bevor sie Richtung Erde fällt und von Fallschirmen abgefangen wird! Im Gegensatz zu Virgin Galactic ist es Blue Origin bereits gelungen, die Höhe von 100 km zu erreichen. Während die Passagiere also in der Kapsel noch die Aussicht genießen, kehrt der untere Teil der Rakete bereits zur Erde zurück, wo er dank sanfter Ladung wiederverwendet werden kann.


Die Blue Origin Rakete "New Shepard" mit einer Kapsel für 6 Passagiere an der Spitze - Quelle: Blue Origin

SpaceX

Die Landung und mehrfache Wiederverwendung von Raketen hatte 2015 ein regelrechtes Wettrennen zwischen Bezos und Elon Musk ausgelöst. Denn auch Musk und sein Raumfahrtunternehmen sind mit von der Partie. Denn SpaceX arbeitet nicht nur daran, Satellitenteile oder ein Tesla Model 3 ins Weltall zu befördern, sondern ist auch an Weltraumtourismus und der Besiedlung anderer Planeten interessiert. Eigentlich sollten schon 2018 zwei Privatpersonen zu einer Mondumrundung aufbrechen, doch aufgrund diverser Problem gibt es im Moment noch leichte Verzögerungen. Von den drei genannten Großunternehmern hat Musk mit SpaceX wohl die klarste Vision. Bereits seit Jahren spricht er von der Besiedlung des Mars und richtet seine gesamten Unternehmen auch auf die erfolgreiche Umsetzung dieses Vorhabens aus.

Mit Branson, Bezos und Musk haben drei der größten Geschäftsmänner und Innovatoren unserer Zeit ihren Fokus auf das Weltall gerichtet. Daher scheint es nur eine Frage der Zeit, bis Flüge ins Weltall nicht nur für Astronauten, sondern auch für Menschen mit dem nötigen Kleingeld Realität werden. Unsere Bucket List mit attraktiven Urlaubszielen hat auf jeden Fall schon mal einen Eintrag mehr bekommen...


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