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Giant Magellan Telescope - Ein Blick ans Ende des Universums

Aktualisiert: 12. Apr 2019


Eine Milliarde Dollar! Soviel dürfte es kosten, um einen Blick an den Rand des Universums zu werfen. Zumindest sind das die kolportierten Baukosten für das riesige Giant Magellan Telescope, welches aktuell in den Bergen von Chile errichtet wird. Bevor die Bauarbeiten in die heiße Phase übergehen, wollen wir das bei Fertigstellung größte Teleskop der Erde einmal genauer unter die Lupe nehmen.


Hinter dem Mammutprojekt steckt eine Organisation mit dem naheliegenden Namen Giant Magellan Telescope Organization (GMTO), ein internationales Konsortium aus renommierten Universitäten und wissenschaftlichen Instituten. Ihr gemeinsames Ziel ist es, ein Teleskop zu erbauen, welches durch seine Reichweite eine völlig neue Sichtweise auf das Universum ermöglichen soll. Die Forscher versprechen sich von dem Superteleskop Antworten auf Fragen nach der Dunklen Materie, den ersten Galaxien und gar dem Schicksal unseres Universums.

GMTO tritt damit in die Fußstapfen von Galileo Galilei, der vor rund 400 Jahren das erste Teleskop entwickelt hat. Die Fernrohre von damals haben mit den hochmodernen Konstruktionen der heutigen Zeit natürlich nichts mehr gemein. Man könnte das Giant Magellan Telescope in der Tat als technisches Meisterwerk bezeichnen: Insgesamt werden sieben der größten Spiegel, die heutzutage hergestellt werden können, zu einem Superspiegel kombiniert. Jeder einzelne dieser Spiegel besitzt einen Durchmesser von 8,4 Metern und muss mit einer Genauigkeit von 25 Nanometern, also 25 Millionstel Millimeter akribisch geschliffen werden. Die Produktionsdauer eines einzelnen Spiegels beträgt rund 2 Jahre, die Kosten belaufen sich auf knapp 20 Millionen US-Dollar!

Die harte Arbeit soll sich aber schon bald auszahlen. Nach der Endmontage wird das Giant Magellan Telescope eine Auflösung erzielen, die um das 10-fache besser ist als die des bisherigen Rekordhalters, dem Hubble Space Telescope. Verläuft alles nach Plan, wird das Riesenteleskop im Jahr 2023 in Betrieb gehen können. Um den Zeitplan einzuhalten, wurde im August mit der "Hard-Rock Excavation"-Phase in der chilenischen Atacama-Wüste begonnen. Über 5 Monate hinweg werden Geröll und hartes Gestein entfernt, um das Fundament für das Riesen-Teleskop legen zu können. Anschließend wird eine 22 Stockwerke umfassende Kuppel installiert.

Wir sind gespannt, ob sich die Arbeit der Forscher auszahlen wird und freuen uns schon jetzt auf die längste Reise in die Vergangenheit der Menschheit.



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