• Alex

Ecocapsule - Ökologisch, autark, smart

Aktualisiert: 7. Aug 2019


Auf den ersten Blick wirkt die silberne Kapsel wie ein kleines Raumschiff. Bei genauerem Hinschauen wird aber deutlich, dass es sich bei der „Ecocapsule“ nicht etwa um die Zukunft der bemannten Raumfahrt, sondern ein kleines, futuristisches Häuschen handelt. Stopp! In dem Ding soll man wohnen können?


Ecocapusle im Einsatz ©Ecocapsule Holding

Tatsächlich fällt die Wohnfläche in dem eiförmigen Mini-Haus mit 8,2 m2 eher kompakt aus. Doch um Komfort geht es den Machern der Ecocapsule nicht. Ihr Ziel ist es, eine Unterkunft zu schaffen, die sich eigenständig mit Strom und Wasser versorgen kann. Das ist ihnen gelungen! Die Ecocapsule ist so konzipiert, dass sie fernab jeglicher Infrastruktur aufgestellt werden kann und im Handumdrehen bewohnbar ist. Dagegen ist Zelten definitiv Oldschool!

Um den Traum vom Leben in der Wildnis Wirklichkeit werden zu lassen, ist die Ecocapsule mit allerhand Technik ausgestattet. So ist etwa das Dach der Wunderkapsel mit zahlreichen Solarzellen bedeckt. Zusätzlichen Strom produziert eine ein- und ausfahrbare Windturbine. Auf diese Weise ist die Stromversorgung rund um die Uhr sichergestellt. Auch die Versorgung mit Wasser erfolgt komplett autark. Dank der gewölbten Bauform kann das Regenwasser einfach die Wände hinabfließen und auf diese Weise gesammelt werden. Am Boden angekommen reinigt eine Membran das Wasser, bevor es in einem Tank gespeichert wird. Von dort aus kann es anschließend als Trinkwasser aufbereitet werden.

Innenansicht der Ecocapusle ©Ecocapsule Holding

Trotz der geringen Größe kann im Inneren der Kapsel gekocht, gearbeitet und geschlafen werden. Auf einer Fläche von 4,48 x 2,40 x 2,48 Metern sind neben einem Bett und einer Kochnische auch ein Bad inklusive Dusche untergebracht. Kaum zu glauben, dass da noch Platz für Stauraum bleibt! Die entsprechenden Fächer sind allerdings nur von außen zugänglich. Trotz der beengten Platzverhältnisse reicht die Ausstattung auf jeden Fall aus, um auch über einen längeren Zeitraum fernab von der Zivilisation leben zu können.

Dafür muss die Ecocapsule aber erstmal an den richtigen Ort gebracht werden. Hierfür kann die 1.350 Kilogramm schwere Kapsel auf einen maßgeschneiderten Anhänger gehoben und anschließend mit dem PKW an Ort und Stelle gefahren werden. Alternativ stehen Dachhaken bereit, um das Tiny House per Helikopter in die entlegensten Winkel dieser Erde zu fliegen – oder zumindest auf das Dach eines Hochhauses in Bratislava, wie in einer PR-Aktion bereits geschehen. Ob diese Art des Transportes im Alltag allerdings zweckmäßig ist, darf bezweifelt werden.


Ecocapusle über Bratislava ©Ecocapsule Holding

Doch für wen ist die Ecocapsule nun eigentlich gedacht? Auf der Website des Herstellers ist zu lesen, dass die Kapsel nicht nur als Unterkunft für Abenteuerlustige geeignet ist, sondern auch als Pop-Up-Hotel oder sogar als Ladestation für Elektroautos verwendet werden könnte. Vielleicht möchte der ein oder andere die Ecocapsule auch einfach als Wochenendhäuschen nutzen und sich eines puristischen Lebens erfreuen. Einziger Nachteil? Der Preis für das Mini-Haus fällt astronomisch hoch aus. Satte 79.900 Euro werden für die Ecocapsule fällig. Das entspricht beinahe 10.000 Euro pro Quadratmeter! Die ersten Käufer haben sich davon aber nicht abschrecken lassen. Im Januar wurde bereits die erste von 50 vorbestellten Ecocapsules an ihren neuen Besitzer übergeben. Um in Zukunft die Preise auf ein attraktiveres Niveau senken zu können, bedarf es einer umfangreichen Produktionssteigerung. Daher fokussiert sich das Unternehmen aktuell auf den Abschluss einer 2-Millionen-Euro Finanzierungsrunde, um an die benötigten finanziellen Mittel zu kommen. Bis das Mini-Haus allerdings für die breite Masse erschwinglich ist, wird es noch etwas dauern. Genug Zeit, damit ihr euch schon einmal überlegen könnt, wo ihr mit einer eigenen Ecocapsule Halt machen würdet.


Auch im Winter bewohnbar ©Ecocapsule Holding


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