• Alex

N26 - Modernes Banking für Millennials

Aktualisiert: 7. Aug 2019



7 von 10 Millennials würden lieber einen Zahnarzt besuchen als eine Bankfiliale. Wieso also Bankfilialen nicht einfach abschaffen? Das haben sich auch die Gründer des Berliner Startups N26 gedacht. Mit ihrem Produkt wollen sie die konservative Bankenbranche aufwirbeln – und Banking unter Millennials wieder cool machen.

Eine Bilderbuch-Story

N26 als „Startup“ zu bezeichnen, dürfte für die Gründer mittlerweile schon fast eine Beleidigung sein. Gerade einmal fünf Jahre haben die beiden Wiener Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal gebraucht, um aus dem Nichts Europas erste mobile Bank mit europäischer Vollbanklizenz zu entwickeln. Mittlerweile zählt die in Berlin ansässige Smartphone-Bank rund 850.000 Kunden. Die große Mehrheit sind Millennials. Das ist nicht verwunderlich, schließlich haben traditionelle Banken gerade in dieser Generation einen schweren Stand: Abgehobene Vorstände, markterschütternde Krisen und versteckte Gebühren veranlassen immer mehr junge Menschen, sich nach Alternativen umzusehen. N26 erscheint da wie der Retter in der Not. Zumindest bekommt man diesen Eindruck auf der Website der Berliner vermittelt.

Was macht N26 anders?

Die Bank fokussiert sich auf zwei Kernbereiche, in denen sie sich von ihren herkömmlichen Konkurrenten abheben will. Der erste ist der Preis. Die meisten traditionellen Banken in Europa kassieren Gebühren für grundlegende Dienste wie Girokontoführung oder Online-Überweisungen. Tatsächlich kosten diese Standarddienste heutzutage fast nichts mehr. Das ist auch der Grund, wieso das Basiskonto von N26 kostenlos angeboten wird. Dieses beinhaltet neben einem Girokonto eine zusätzliche Kreditkarte, kostenlose Überweisungen und bis zu 5 gebührenfreie Abhebungen pro Monat am Geldautomaten.

Der zweite Kernbereich ist die Nutzerfreundlichkeit. Herkömmliche Banken arbeiten noch immer in einer Welt mit Briefpost und Öffnungszeiten. Innovation? Fehlanzeige! N26 bietet das genaue Gegenteil. Den Berlinern ist es gelungen, eine App zu entwickeln, welche alle Grundfunktionen einer herkömmlichen Bank ohne Einschränkungen abdeckt. Eine Kontoeröffnung dauert lediglich 8 Minuten und kann direkt über das Smartphone erfolgen. Anschließend kann man über die App Überweisungen tätigen, Zahlungsstatistiken abrufen, Karten sperren und sogar einen Kredit aufnehmen. Zudem erhält man bei jeder Zahlung eine umgehende Benachrichtigung auf das Smartphone. Banking in Echtzeit, das in der Praxis bisher einwandfrei funktioniert!

Die N26 App in Aktion, Quelle: N26

Gehört N26 die Zukunft?

Eigenen Angaben zufolge befindet sich das Startup aus geschäftlicher Sicht auf einem sehr guten Weg. Ab Mitte des Jahres wird die App in den USA verfügbar sein, bis Ende 2020 soll die Zahl der Kunden auf 5 Millionen steigen. Deswegen haben die Berliner auch kürzlich eine großangelegte Werbekampagne gestartet. Unter dem Hashtag #nobullshit will sich die Smartphone-Bank mit frechen Sprüchen als hippe Alternative zu den alteingesessenen Banken positionieren. "Alte Banken verlangen Geld für jeden Scheiß ... weil sie's können", "Nicht die Bank deines Opas", "Bankfilialen sind soooo 90er" oder "Die erste Bank, die du lieben wirst" heißt es auf den minimalistisch angelegten Plakaten und in den TV-Spots.


Werbeplakat in Berlin, Quelle: N26

Auf den ersten Blick mag es paradox wirken, dass eine Bank mit derartigen Werbeslogans in ihrer Zielgruppe ein höheres Vertrauen genießt als etablierte Finanzinstitute. Doch die Berliner liegen mit ihrem Produkt voll im Trend. Große Technologiekonzerne greifen Banken zunehmend in ihrem Kerngeschäft an. Der Onlinehändler Amazon plant beispielsweise zusammen mit der Großbank JP Morgan Chase, ein Girokonto-ähnliches Produkt zu entwickeln. Apple investiert seit Jahren in die Expansion des Bezahldienstes Apple Pay. Google kam 2015 mit Android Pay auf den Markt. Facebook baut den Chatdienst Messenger zur Bezahlplattform um und auch WhatsApp arbeitet an einer Bezahlfunktion. Anders als N26 setzten die Technologieriesen jedoch lieber auf Partnerschaften und weniger auf einen direkten Einstieg in die Finanzbranche. Deswegen sind die US-Konzerne momentan auch keine direkte Konkurrenz.


Das Büro von N26: Startup-Atmosphäre in der Bank; Quelle: N26

Als Vorreiter im Bereich Mobile Banking hat N26 also erkannt, dass der moderne Mensch seine Finanzen nicht mehr Orts- oder sogar noch Filialgebunden verwalten will. Die steigenden Nutzerzahlen sind dafür ein klares Indiz! Falls ihr selber erfahren wollt, warum diese Art von Banking neuerdings gehyped wird, findet ihr hier* die nötigen Informationen oder könnt sogar einen kostenlosen Selbstversuch starten.

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